Ich spüre deine Hände auf meiner Haut, mein Kopf schwirrt und mein Herz schlägt eindeutig zu schnell. So schnell, dass du es auch spüren müsstest. Vielleicht hätten wir einen J weniger rauchen sollen. Eine Line weniger ziehen. Ich kann irgendwie nicht mehr klar denken. Alles, was durch meinen Kopf geht, ist, dass ich dich küssen will.
Und am Ende hab ich alles von dir gekriegt, was ich wollte. Irgendwann gegen morgen sind wir dann eingepennt, du hattest mich im Arm und immer, wenn ich mal aufgestanden und wiedergekommen bin bist du an mich rangerutscht und hast mich festgehalten.
Ich fühle mich echt wie in einem schlechten Film. Du bist wirklich der allerletzte, mit dem ich was gehabt haben sollte. Der beste Freund von ihm. Das ist mies. Das ist echt beschissen. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass das mal passiert. Aber seitdem wir uns ein paar Tage nach meiner Trennung zufällig mit Freunden wiedergetroffen haben, fing das alles an. Und ich habs kommen sehen. Aber ich dachte immer, es ist meine Verblendung.
Diese ganzen Kreuzberger Nächte mit dir und den anderen waren magisch, anders als alles, was ich je erlebt habe an Zusammenhalt und anders als die Menschen, die ich sonst kenne. Wir haben getrunken, geraucht, gelacht, geschmissen, krasse Gespräche geführt und waren immer irgendwo anders. Ich habe in diesen Ferien mehr dazugelernt als das gesamte letzte Jahr.
Ich wünschte, ich könnte davon sagen, dass es nur gute Sachen sind.
