Freitag, 29. Juni 2012
We are young.
Haare kaputt, aber wir glätten weiter. Lunge im Arsch, aber scheiß drauf, wir rauchen, weil es uns schmeckt. Alkohl im Blut, der unweigerlich zu Fehlern fühlt, Weed im Kopf, so high von dem Jonny, so abgefuckt vom Leben, so verdammt schwer zu bestehen. Wenn wir verstrahlt im Bett liegen und durch Facebook scrollen, fühlen wir uns mal entspannt, obwohl wir eigentlich gar nichts fühlen wollen. Irgendwann kommen die Eltern rein und brüllen, wie eklig und asozial es hier aussieht. Voller Aschenbecher. Leere Flaschen. Klamotten auf dem Boden, Verpackungen auf dem Tisch, Tabak auf dem Laken. Schade, dass niemand rallt, dass wir uns frei gefühlt haben. Standardspruch der Lehrer: "So schafft ihr nie euern MSA." Mach die erste oder letzte Stunde blau oder alle zusammen, weil du einfach keinen Bock hast und das nicht wirklich brauchst. Chillst in der Sonne mit deinen Liebsten, drehst dir ne Kippe und machst Pläne fürs Wochenende, auch wenn eigentlich keiner Geld hat. Ticker nicht zu erreichen. BVG - Karte weg. Dumm gelaufen. Du machst so oft einen auf scheißegal, aber insgeheim liebst du deine kleinen Geschwister, deine beste Freundin oder diesen einen Kumpel so krass, dass es dir Angst macht. Du weinst. Brichst zusammen. Holst dir deine Klinge und machst diesen einen Song an. Aber irgendwann lachst du auch wieder und bemerkst, dass du eigentlich schon seit zwei Minuten am singen bist. Könntest die Zeit anhalten in seinen Armen. Läufst in seinem Pulli rum und freust dich wie ein kleines Mädchen. Weil es manchmal so einfach sein kann, wenn alles nur scheiße war.
Freitag, 8. Juni 2012
Lügen.
Wir warten jeden Tag darauf, dass jemand kommt und uns rettet. Auffängt. Beschützt.
Und wenn dann jemand da ist, der uns das glauben lässt, klammern wir uns an ihn fest und fallen in Abgründe, wenn er nicht mehr da ist. Weil wir es nicht glauben können. Weil wir es nicht glauben wollen.
Ich bin Juna, und ich wünschte, ich hätte keine Ahnung wovon ich rede.
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